Holcim-Mobilbrecher auf Reisen - 21.8.2018

Stahlkoloss rollt im Scheckentempo voran

Am Dienstagmittag, 21. Aug. 2018, kroch der 160 Tonnen schwere Mobilbrecher der Fa. Holcim über die Kreissstraße 7129 vom alten Abbaugebiet ins Ostfeld. 20 Meter lang ist das als "Mobilbrecher" genannte Gerät zur Zerkleinerung von Gestein. Es ragt gut 15 Meter hoch in den Himmel und ist mit etwa zwölf Metern fast so breit wie eine vierspurige Bundesstraße. Auf jeden seiner acht Reifen drücken 20 Tonnen Gewicht. Damit diese sich nicht in den Straßenbelag oder die Felder daneben wühlen, darf die Maschine lediglich auf 2x5 Meter großen Kunststoffplatten fahren, die die Last verteilen. Zwei im Vergleich zu dem Mobilbrecher zierliche Raupenbagger legen diese unermüdlich vor dem Stahlkoloss in zwei Spuren aus.

Ist dieser am Ende eines auf diese Weise befestigten Abschnitts angelangt, werden die hinter ihm liegenden Platten wieder auf- und vor ihm erneut abgeladen. So geht es Stunde um Stunde in 60 Meter weiten "Hopsern" voran – ergbit rund 750 Meter am Tag. Gebaut wurde der Mobilbrecher 1986 von der Firma Krupp. 15 Jahre lang war er auf dem Abbaufeld im Einsatz, in dem heute der Schiefererlebnispark Dormettingen liegt. 2001 erfolgte der erste Umzug - der nächste Umzug ist voraussichtlich 2055.