Aubenger Narraverei - Entwicklung aus 60 Jahren

Entstehung und Entwicklung des Aubenger Narraverei e.V. von 1951 bis 2011

Die eigentliche Vereinsgründung begann im Jahr 1951 mit dem von Ludwig Volm sen. inszenierten Narrenspiel um Fix und Fox und wurde von einem Elferrat, ergänzt mit dem sog. "Hohen Gericht", dargestellt. Doch irgendwie setzte sich dieses komplexe und sehr zeitaufwändige Spiel nicht durch und blieb daher einmalig. Ab 1953 überwogen die karnevalistischen Akzente des Rheinländers Hermann Leicht, der auch gleich als erster Prinz mit Prinzessin Anna Hebrank fungierte. Von da an wurde der Verein durch den Elferrat repräsentiert, welcher bis 1988 im schwarzen Pinguin-Frack, weißer Hose und einer Narrenkappe bekleidet war. Mit der Schaffung der neuen Maskengruppe "Aubenger Füchse" erfolgte 1988 der Wechsel vom Karneval hin zur schwäbisch-alemannischen Fasnet. In diesem Zuge passte der Elferrat 1989 sein Häs entsprechend an und ist heute mit langem Mantel, Weste, schwarzer Hose und Hut bekleidet (Fortsetzung der Erläuterungen im Anschluss an die Bildergalerie!).

Weil der Verein bis 1978 hauptsächlich durch den Elferrat, die Prinzengarde und das Prinzenpaar repräsentiert wurde, gab es in diesen Jahren nur eine relativ kleine Vorstandschaft (siehe Diagramm) - also nicht zu vergleichen mit der heutigen Zeit. Links neben dem Diagramm Vorstand & Festausschuss 1991, rechts Vorstand & ehemalige Vorsitzende 2001. Darunter die aktuelle Vorstandschaft im Jubiläumsjahr 2011. - In den Anfangsjahren gehörten einige "Gespielinnen" zum Prinzenpaar, eine Prinzengarde an sich gab es zunächst nur sporadisch. Ab 1963 trat die Prinzengarde einige Jahre in römischer Kluft auf. 1966 wechselte deren Bekleidung zu roten Umhängen, rot-schwarz-kariertem Blouson, weißer Hose, Schaftstiefel und einem roten Hut mir weißer Feder. - Erst im Jahr 1975 wurde die Prinzengarde offizieller Vereinsbestandteil. Von 1975 bis 1992 war die Prinzengarde durch verschiedene, knallfarbene Umhänge charakterisiert. Ab 1993 bis 1997 passte die Prinzengarde ihr Outfit dem neuen Vereinsbild der schwäbisch-alemannischen Fasnet an (ganz rechts). - Weil sich 1998 kein Prinzenpaar fand, regierte an dieser Fasnet eine Spezial-Abordnung, zusammen gesetzt aus ehemaligen Gardisten und Prinzen früherer Semester. Seit 1999 heißt die Prinzengarde offiziell "Fürstengarde", das Erscheinungsbild ist nun exakt auf das Vereinsbild abgestimmt - aktuell die Garde 2011.

Erste Tanzgarden mit Tanz-Mariechen gab es um 1967, die das Programm des Sängerballs bereicherten. Seit 1979 gehört die Tanzgarde - damals aus 6 Damen bestehend - zum Vereinsbild und wurde wegen ihres Erfolgs schon im nächsten Jahr offizieller Vereins-Bestandteil. Von 1980 bis 1982 stand das Ballett unter der Leitung von Rita Volm und avancierte sich zum Blickfang. In ganz neue Dimensionen stieß das Ballett unter Regie von Resle Sinz, das von 1983 bis 1987 bis hin nach Frankreich kam. Der Ballett-Höhenflug wurde auch von 1988 bis 1992 fortgesetzt, dieses Ballett wurde von Ingrid Maierhofer-Edele trainiert. Während Heike Edele mit dem Aubenger Ballett von 1992 bis 1998 fast nur auf dem Sieger-Trepple stand, setzte sie diese Ära von 1998 bis 2004 als Trainerin fort. Alle diese Owinger Tanzgarden hatten die Gemeinsamkeit, dass sie für ihre Zeit immer wieder ganz neue und zündende Ideen auf die Bühne zauberten uns so zum Maßstab für viele konkurrierende Balletts wurden. Im Jubiläumsjahr 2011 präsentierte der Aubenger Narraverei drei Balletts: die Minigarde mit Kids im Alter von 9 bis 12 Jahren, die Juniorgarde mit 11 Mädels im Alter von 12 bis 16 sowie s'Aubenger Ballett mit den ziemlich erwachsenen Damen zwischen 15 und 20.

Die Gruppe der "Aubenger Füchse" wurde anno 1988 gegründet und setzte sich überwiegend aus Personen des bisherigen Balletts und der Prinzengarde zusammen. Mit dem historischen Hintergrund des "Aubenger Fuchsfeiteg" aus dem Jahr 1699 zählte man bei der Premiere bereits 33 Füchse (siehe auch Vereins-Gesamtbild am Dorfplatz 1988 weiter unten). Wegen starken Nachwuchses in der Gründerzeit entstand 1989 die Gruppe der "Jungfüchse", die sich bei den Fasnets-Umzügen stolz in ihrem eigenen Fuchsbau durch die Gegend kutschieren ließen und zur Rekordzeit 40 Kinder umfasste. Weil die Füchse bis 1992 die einzige Maskengruppe des Aubenger Narraverei war, hatte sich deren Anzahl bis zum 50-jährigen Vereinsjubiläum 2001 auf 63 Füchse fast verdoppelt. 10 Jahre später sind's wieder weniger geworden, aktueller Stand sind 49 Füchse. Auf den Bildern rechts die (unvollständige) Fuchsgruppe im Jahr 2011. Die große Nachfrage von Narren Anfang der 90er führte dazu, dass man sich mit der Erstellung einer neuen Maskengruppe beschäftigte. Daraus resultierten 1993 die "Aubenger Fuchsgräber", die ebenso geschichtlich fundiert waren und so zum "Streit um die freie Pürsch" passten. Wie die Fuchsmaske, wurden auch die neuen Masken von Fuchsgräber & -gräberinnen vom Bierlinger Josef Baur geschnitzt. Waren es im Gründungsjahr 1993 insgesamt 28 Personen bei den "Fuchsgräbern", ist deren Zahl bis zum Jubiläumsjahr 2011 auf 77 hoch geschnellt. Auf den Bildern rechts die aktuelle Fuchsgräber-Gruppe mit ihrem Nachwuchs.

Die Entwicklung des Vereins an sich wird einem sehr bewusst, wenn man sich die obligatorisch all Jahrzehnt entstandenen Vereinsfotos anschaut: Bis 1978 setzte sich der Verein ja nur aus dem Elferrat, Prinzengarde und dem Prinzenpaar zusammen. Hinzu kam 1979 das Ballett - und danach eben die zuvor beschriebenen Maskengruppen mit Füchsen & Fuchsgräbern. Das Vereinsfoto am Dorfplatz entstand 1988 anlässlich der Gründung der Fuchsgruppe. Rechts daneben der Aubenger Narraverei beim 40-jährigen Jubiläum 1991 vor der Weiler Kirche. Die Fotografien auf der Burg Hohenzollern entstanden 1993 anlässlich der Gründung der Fuchsgräber-Gruppe. Zum 50-jährigen Vereinsjubiläum im Jahr 2001 präsentierte sich der Gesamtverein erneut vor der Weiler Kirche. Und topaktuell ist die Aufnahme vom 13. Februar 2001 des Aubenger Narraverei am Dorfplatz mit der eigenen Zunftstube - und der Kulisse von Rathaus & alter Pfarrkirche.

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