Schömberger Bolanes 2009

23. Febr. 2009

Die Polonaise war einer der am weitesten verbreiteten Volkstänze des 18. und 19. Jahrhunderts. Auch der Ursprung der Schömberger Polonaise, mundartlich korrekt ist der Narrentanz als „da Bolanes“ zu schreiben, stammt aus dieser Zeit. Um 1900 hat der Schmied Johann Wuhrer diesen Tanz von der Walz aus Frankreich mitgebracht und in Schömberg eingeführt. Seither ist „da Bolanes“ aus dem Schömberger Fasnetsgeschehen nicht mehr wegzudenken. Heute tanzen bei schönem Wetter bis zu 800 Fransenkleidle und Fuchswädel die Polonaise. Über eine Stunde dauert das farbenprächtige Spektakel auf dem Marktplatz von Schömberg. Etwa dreißigmal wird der Narrenmarsch dabei wiederholt – jeder Beginn einer Wiederholung von vielhundertfachem „Juhu“ der Narren begleitet. Man fragt sich, wie eine solche Aktion fehlerfrei funktionieren kann. Die beiden Husaren, welche mit ihren Holzgewehren Respektspersonen verkörpern, führen die Polonaise an und sorgen für einen geordneten Ablauf.

Der Marktplatz ist voller Menschen, voller tanzender Narren. Ein unbeschreiblich buntes und schönes Bild. Dieser Fasnetsbrauch findet immer am Fasnets-Sonntag (nach dem 14 Uhr-Umzug), Fasnets-Montag (10.31 Uhr) sowie am Fasnets-Dienstag (11.00 Uhr) statt. Ergänzung zu der Bilder-Galerie: die ersten 3 Reihen (Bilder 1 bis 9) entstammen dem Bolanes aus dem Jahr 2004.

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